Für die Fachöffentlichkeit
P1 – Arzneimittel im Abwasser
07. September 2026 · TU Dresden, Institut für Klinische Pharmakologie, Deutschland
Generelle Informationen zum Kurs
Der Kurs ist Teil des IDEAL-Projekts (Interreg SN-CZ) zur Aufklärung über den Gewässerschutz in der grenzüberschreitenden Region der Elbe/Labe. Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten Sie ein Zertifikat. Es fallen keine Kursgebühren an (keine Kosten für Kursmaterialien (de/cz), die Nutzung der Labore und Erfrischungen/Mittagessen über den Tag). Der Kurs wird in de/cz gehalten.
Was lernen Sie im Kurs?
- Arzneimittel auf ihrem Weg durch den menschlichen Körper und in die Umwelt
- Eintragspfade von Arzneimittelrückständen in Gewässer und Abwassersysteme
- Vierte Reinigungsstufe in Kläranlagen
- Ökotoxikologische Auswirkungen von Mikroschadstoffen auf aquatische Ökosysteme
- Die neue EU-Kommunalabwasserrichtlinie (UWWTD) und ihre praktische Umsetzung
- Analytik von Mikroschadstoffen: von der Probennahme bis zur LC-MS-Messung
- Laborführung und Einblicke in die Umweltanalytik am Institut für Klinische Pharmakologie TUD
- Praxisübung zur Bewertung von Reinigungsleistungen in Kläranlagen
- Austausch mit Fachleuten aus Forschung, Verwaltung und Praxis – über die Ländergrenzen Tschechien-Sachsen hinweg
Limitiert auf 16 TeilnehmerInnen.
Anmeldung unter: Uta Hofmann – uta.hofmann@tu-dresden.de oder ideal@tu-dresden.de
Programmübersicht
08:30–09:00 | Eröffnung: Arzneimittel im Abwasser
Begrüßung und Einführung in das IDEAL-Interreg-Projekt, Vorstellung der teilnehmenden Institutionen, Referierenden und der Tagesagenda. Warm-up.
Referentin: M.Sc. Uta Hofmann
09:00–09:45 | Von Arzneimitteln in die Umwelt – Wie Medikamente den menschlichen Körper passieren und verlassen
Arzneimittel, ihre Verstoffwechselung und ihre Wege in Abwassersysteme.
Referierende: Prof. Dr. med. Bertold Renner, Dr. rer. nat. Annemarie Lippert
09:45–10:00 | Kaffeepause
10:45–11:30 | Von der Forschung in die Praxis: Innovative Technologien zur Entfernung von Arzneimitteln
Einblicke in moderne Verfahren der vierten Reinigungsstufe, eine industrielle Fallstudie mit ZODPA sowie Diskussionen.
Referent: Josef Trögl Ph.D.
11:30–11:45 | Kaffeepause
Vernetzung innerhalb des Water Network.
11:45–12:15 | Von Europa bis in die eigene Region – Die neue EU-Kommunalabwasserrichtlinie verstehen
Einführung in die Kommunalabwasserrichtlinie (KARL), Artikel 8, Indikatorsubstanzen und die Umsetzung in der deutschen und tschechischen Gesetzgebung.
Referentin: M.Sc. Uta Hofmann
12:15–12:30 | Pufferzeit
12:30–13:15 | Mittagspause
Nachmittagsprogramm
13:15–14:00 | Wenn Arzneimittel auf Ökosysteme treffen – Ökotoxikologische Auswirkungen von Mikroschadstoffen
Auswirkungen von Arzneimitteln auf aquatische Organismen und Ökosysteme sowie Bewertung ökologischer Risiken.
Referentin: Dr. phil. des. Sara Schubert
14:00–14:30 | Analytische Methoden für Mikroschadstoffe im Abwasser
Von Probenahme und Probenvorbereitung bis zu modernen Analyseverfahren wie SPE und LC-HRMS: Wie aus Abwasserproben verlässliche Daten entstehen.
Referentin: M.Sc. Uta Hofmann
14:30–15:15 | Laborpraxis
Praktische Laborübungen: Laborführung und Demonstration analytischer Methoden (Gruppe 1); Übung zur Effizienz von Kläranlagen anhand realer Monitoringdaten (Gruppe 2).
Referentin: M.Sc. Uta Hofmann
Kaffee, Informationsmaterialien und Möglichkeiten zum Austausch.
15:15–16:00 | Laborpraxis
Praktische Laborübungen: Laborführung und Demonstration analytischer Methoden (Gruppe 2); Übung zur Effizienz von Kläranlagen anhand realer Monitoringdaten (Gruppe 1).
Referentin: M.Sc. Uta Hofmann
Kaffee, Informationsmaterialien und Möglichkeiten zum Austausch.
16:00–16:15 | Daten verstehen – Ergebnisse diskutieren
Auswertung und Interpretation der Removal Rate Berechnung.
Referentin: M.Sc. Uta Hofmann
16:15–17:00 | Abschlussworkshop: Brücken über Grenzen und Flüsse bauen
Reflexion des gemeinsam entwickelten Water Network, zukünftige Identifikation von Kooperationsmöglichkeiten und die Rolle der Teilnehmenden im deutsch-tschechischen Wassersystem.
Referentin: M.Sc. Uta Hofmann
17:00–17:15 | Feedback, Ausblick & Abschluss
Kursevaluation, abschließende Reflexionen und offene Fragen.
Referentin: M.Sc. Uta Hofmann
17:15–17:30 | Pufferzeit
P2 – Ökotoxikologische Methoden
Kostenloser Pilotkurs für Fachleute – 11.11.2026, 8:30–17:30 Uhr (Präsenz)
TU Dresden, Institut für Hydrobiologie, Dresden, Deutschland
Zielgruppe
Fachkräfte aus Wasserwirtschaftsunternehmen, Umweltbehörden, Laboren, Beratungsfirmen, Industrie und Forschungseinrichtungen im Bereich Gewässerschutz und Abwasserwirtschaft.
Voraussetzungen
- Verpflichtende Teilnahme an der Sicherheitsunterweisung zu Kursbeginn
- Willkommen: Grundkenntnisse der Laborpraxis, z. B. Pipettieren, Umgang mit und Entsorgung von Lösungen und Substanzen, Arbeiten mit Abwasser als Matrix
- Kenntnisse im sterilen Arbeiten und im Umgang mit GVO sind von Vorteil
Allgemeine Informationen:
Der Kurs ist Teil des bilateralen Projekts IDEAL (Interreg SN-CZ), das darauf abzielt, das Bewusstsein für den Gewässerschutz in der grenzüberschreitenden Elbe-/Labe-Region zu stärken. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Sie ein Zertifikat. Die Teilnahme ist kostenlos, einschließlich Kursmaterialien (DE/CZ), Nutzung der Labore sowie Verpflegung/Mittagessen. Der Kurs findet auf Deutsch und Tschechisch mit Dolmetschen vor Ort statt. Bei Bedarf kann auf Anfrage eine Unterkunft vermittelt werden.
Kursinhalt:
- Relevanter rechtlicher Rahmen auf europäischer Ebene (WRRL, KARL)
- Allgemeine Struktur biologischer Tests – in vivo, in vitro
- Überblick über wichtige Richtlinien für biologische Tests – OECD, ISO
- Eintragspfade von Mikroschadstoffen in die aquatische Umwelt
- Neu auftretende Schadstoffe (Arzneimittel, Weichmacher, Pestizide usw.)
- Exkurs I: Bitter Pills – Arzneimittel vom Patienten bis zum Gewässerbelaster
- Exkurs II: Reduktion von Mikroschadstoffen durch die vierte Reinigungsstufe in Kläranlagen
- Praktische Übung I: Probenvorbereitung (Filtration, Festphasenextraktion)
- Praktische Übung II: Identifizierung abwasserbelasteter Flussabschnitte – Einsatz wirkungsbasierter Methoden (EBM) wie Mutagenität, hormonelle Aktivität und herbizide Toxizität
- Praktische Übung III: Bewertung der Reinigungsleistung von Kläranlagen
- Erfahrungsaustausch mit Fachleuten aus Forschung, Verwaltung und Praxis – grenzüberschreitend zwischen Tschechien und Sachsen
Begrenzt auf 16 Teilnehmende.
Anmeldung bis 28.10.2026: Sara Schubert – sara.schubert@tu-dresden.de oder ideal@tu-dresden.de
Vollständiges Programm: https://idealsncz.eu/de/ausbildungsprogramme/fur-die-fachoffentlichkeit/
P7 – Phosphor in Oberflächengewässern und Abwasser
Hauptorganisator: CzWA
Kooperation: SčVK
Datum: 22. September 2026
Ort: Ústí nad Labem
Zielgruppen (tschechisch und deutsch):
- Betreiber kleiner Kläranlagen
- Mitarbeiter der Wasserbehörden
- Mitarbeiter der Flussgebietsverwaltungen
- Planer/Projektanten
- Tschechische Umweltinspektion
- Wasserforschungsinstitut (VÚV)
- Studierende
Teilnehmerzahl: 50–100
Schwerpunkt:
Der Workshop widmet sich dem aktuellen Thema Phosphor in Oberflächengewässern – seinen Quellen, Folgen, der Entfernung sowie der Planung entsprechender Maßnahmen. Hauptziel der Veranstaltung ist der informelle Austausch von Informationen, Grenzwerten, Kenntnissen, Herangehensweisen und Verfahren auf beiden Seiten der Grenze. Es wird die Beteiligung von Referenten und Teilnehmern aus beiden Ländern angestrebt. Die gesamte Veranstaltung wird simultan übersetzt.
Themen:
Phosphor in Oberflächengewässern und seine Entfernung
- Ursachen von Phosphor in Oberflächengewässern
- Gesetzgebung und Grenzwerte in Deutschland und Tschechien
- Hauptquellen von Phosphor
- Technologien zur Phosphorentfernung aus Abwasser
- Kleinkläranlagen und Phosphor
- Planungsprozess von Maßnahmen
- Kosten der Phosphorentfernung
P8 – Biosensoren für die Umweltüberwachung
Grundlegende Informationen
Dauer: 3 Tage (1 online, 1 Selbststudium, 1 Präsenzveranstaltung)
Teilnehmerzahl: max. 10 Studierende
Der Kurs wird in englischer Sprache unterrichtet.
Programm
Kursziel
Die Studierenden erhalten einen Überblick über Biosensoren für die Umweltüberwachung mit Schwerpunkt auf Biosensoren, die Bioreporter-Mikroorganismen verwenden. Sie erwerben Kenntnisse über Aufbau, Anwendung, Geschichte, Vor- und Nachteile von Umweltbiosensoren.
Theoretischer Teil
- Einführung in Biosensoren, Grundprinzipien, Geschichte
- Biolumineszenz, Fluoreszenz, Bioreporter, Biosensoren auf Basis von Bioreportern
- Immobilisierung von biologischem Material zur Herstellung von Biosensoren
Praktischer Teil (Labor)
- Bestimmung von BTEX im Wasser mithilfe des Bioreporters Pseudomonas putida TVA8
Voraussetzungen / Vorkenntnisse
- Verpflichtende Teilnahme an der GVO-Laborsicherheitsschulung am ersten Kurstag (online)
- Grundkenntnisse in Laborverfahren (z. B. Pipettieren) sowie der Vorschriften zur Entsorgung gängiger Substanzen und Lösungen
- Erfahrung mit sterilem Arbeiten und dem Umgang mit GVO von Vorteil
- Der Kurs kann unabhängig belegt werden und baut auf keinem anderen Kurs innerhalb des Moduls auf
Es empfiehlt sich, einen eigenen Laptop zur Datenauswertung mitzubringen.