Vergangene Ereignisse
Weltwassertag 2026
Datum
22. 3. 2026
Ort
Gottleuba-Talsperre
Am 22. 3. 2026 fand anlässlich des Weltwassertages, der in diesem Jahr sein 50-jähriges Jubiläum feierte, ein Tag der offenen Tür an der Gottleuba-Talsperre statt. Die Veranstaltung wurde gemeinsam von der Landestalsperrenverwaltung Sachsen und dem Zweckverband Wasserversorgung Vogtland (ZVWV) organisiert. Offiziell eröffnet wurde die Veranstaltung durch Georg-Ludwig von Breitenbuch, den Sächsischen Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft.
Auch das Projekt IDEAL hatte die Möglichkeit, an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Die Öffentlichkeit konnte sich über die Motivation und Ziele des IDEAL-Projekts sowie über die Bedeutung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Bereich des Umweltschutzes informieren.
Am Stand des IDEAL-Projekts wurden drei Stationen für die Öffentlichkeit, einschließlich Kinder, vorbereitet.
1. Station
Kinder und Erwachsene konnten mithilfe des sogenannten Kanaldetektivs eine simulierte Kamerainspektion des Kanalsystems kennenlernen. Im Kanalsystem wartete außerdem eine kleine Überraschung auf die Kinder.
2. Station
An der zweiten Station wurde eine Demonstration kleiner Wasserorganismen und ihrer Bedeutung für die Hydrobiologie von Fließgewässern präsentiert.
3. Station
Die dritte Station zeigte mikroskopische Aufnahmen einer Wasserprobe aus der Gottleuba-Talsperre, einer Probe von Belebtschlamm aus einer Kläranlage sowie einer Probe von Aquarienwasser.
Während der gesamten Veranstaltung war ein Dolmetscher anwesend, der den Informationsaustausch zwischen den Mitgliedern des IDEAL-Teams sowie den deutschen und tschechischen Besuchern unterstützte.
Dank des attraktiven Programms in der Natur und des schönen Wetters war die Veranstaltung sehr gut besucht. Der Stand des IDEAL-Projekts wurde den ganzen Tag über häufig von interessierten Besucherinnen und Besuchern aufgesucht.
Die Bedeutung der Veranstaltung wurde zudem durch die Pressekonferenz unterstrichen, die an der Talsperre stattfand.
ČZU-Studierende erfolgreich bei internationaler Student Challenge zum Thema Wasserschutz
Studierende der Tschechischen Agraruniversität Prag (ČZU) erzielten hervorragende Ergebnisse bei einer internationalen Student Challenge, die in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Dresden (TUD) und der Jan-Evangelista-Purkyně-Universität in Ústí nad Labem (UJEP) organisiert wurde. Der Wettbewerb widmete sich einem der aktuell wichtigsten Umweltthemen: dem Schutz der Wasserressourcen und der Umweltbildung.
Ziel der Challenge war die Entwicklung von Bildungsprogrammen für die Öffentlichkeit, die das Bewusstsein für Wassernutzung, Wasserverschmutzung, Gewässermonitoring sowie den Schutz von Flüssen und Seen stärken sollen. Jedes Team sollte ein wissenschaftlich fundiertes und zugleich attraktives Bildungskonzept für eine bestimmte Zielgruppe wie Kinder, Schülerinnen und Schüler, Familien oder Erwachsene entwickeln.
Nach mehreren Monaten Vorbereitung erreichten vier Teams die Finalrunde und präsentierten ihre Projekte vor einer Fachjury.
Starke Vertretung der ČZU
Die ČZU wurde durch zwei Teams vertreten, die beide aktuelle und fachlich sehr gut ausgearbeitete Projekte präsentierten.
From Pollution to Protection
Ana Andjelkovic & Victoria Zueva (ČZU)
Dieses Projekt schlug ein dreiteiliges Bildungsprogramm zu Süßwasserökosystemen in Prag vor. Es kombinierte ein Einführungsseminar, eine Exkursion zu ausgewählten urbanen und naturnahen Gewässerstandorten sowie eine abschließende Reflexionsphase, in der die Teilnehmenden ihre Beobachtungen über eine Citizen-Science-Plattform teilen konnten.
Das Konzept richtete sich hauptsächlich an Erwachsene und Studierende, konnte jedoch auch für jüngere Zielgruppen angepasst werden. Das Projekt verband wissenschaftliche Erkenntnisse erfolgreich mit praktischem Umweltbewusstsein und öffentlicher Beteiligung.
Siegerprojekt: Water Pollution and Protection – an Interactive Teaching Concept
Tabea Kottek & Aswathi Gopinath (ČZU)
Das Siegerprojekt der ČZU wurde als interaktives Bildungsprogramm für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe entwickelt. Ziel war es, das Thema Wasserverschmutzung durch die Verbindung von theoretischen Grundlagen und praktischen Aktivitäten verständlicher und greifbarer zu machen.
Das Programm umfasste mehrere Experimente und Demonstrationen zu folgenden Themen:
- begrenzte Verfügbarkeit von Süßwasserressourcen,
- Ausbreitung von Verschmutzungen im Wasser,
- unsichtbare Schadstoffe,
- Einfluss des täglichen menschlichen Verhaltens auf die Wasserqualität,
- Plastikverschmutzung und ihre Auswirkungen auf Wasserorganismen,
- natürliches Reinigungspotenzial künstlicher Feuchtgebiete.
Besonders positiv bewertet wurden die klare pädagogische Struktur, die solide wissenschaftliche Grundlage und das interaktive Format, das die Inhalte sowohl informativ als auch für jüngere Zielgruppen zugänglich machte.
Weitere Finalprojekte
Ecology and Revitalization of River Landscapes
Adéla Ptáčníková & Michael Hožďala (UJEP)
Dieses Projekt beschäftigte sich mit den ökologischen Folgen der Flussregulierung und der Bedeutung der Renaturierung natürlicher Flussufer. Das Team entwickelte sowohl ein universitäres Bildungsmodul als auch ein eintägiges Exkursionsformat für Familien und die breite Öffentlichkeit.
Smart Photo-Fenton-Like Treatment of Antibiotic-Rich Hospital Wastewater
Sepideh Mohammadi & Amin Garmroudi (TUD)
Dieses Projekt widmete sich dem zunehmenden Problem antibiotikabelasteter Krankenhausabwässer und stellte moderne Behandlungsmethoden vor, die zu einer nachhaltigeren Abwasserreinigung beitragen sollen.
ČZU gewinnt den ersten Platz
Alle Teams präsentierten innovative und sorgfältig vorbereitete Konzepte, und die abschließende Bewertung fiel äußerst knapp aus. Letztlich wurde jedoch das Projekt von Tabea Kottek und Aswathi Gopinath von der ČZU als Siegerprojekt ausgewählt.
Der Erfolg spiegelt nicht nur die hohe Qualität des Projekts wider, sondern auch das starke Engagement der ČZU-Studierenden für die Bewältigung ökologischer Herausforderungen durch Bildung, Kommunikation und praxisorientierte Lösungen.
Die ČZU ist stolz auf alle teilnehmenden Studierenden für ihre hervorragende Repräsentation der Universität und ihren Beitrag zur Förderung von Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit.
Im Rahmen des Projekts IDEAL (Interreg Sachsen–Tschechien 2021–2027) wurde der Intensivkurs „C6 – Sedimentanalyse“ im April 2026 erfolgreich an der Jan-Evangelista-Purkyně-Universität Ústí nad Labem (UJEP) durchgeführt. An den verschiedenen Kurseinheiten nahmen Studierende aus Deutschland und der Tschechischen Republik teil, die sich fachlich mit Wasserqualität, Sedimentforschung, Schadstoffbewertung und aquatischen Umweltsystemen beschäftigen. Der Kurs verband theoretische Vorlesungen mit praxisorientierter Laborausbildung zur Charakterisierung von Sedimenten und zur Umweltbewertung aquatischer Ökosysteme.
Der erste Kurstag bestand aus Online-Vorlesungen zu den Themen Dynamik von Sedimentsystemen, Zusammensetzung und Umweltfunktion von Sedimenten, Probenahmestrategien und Standortauswahl, Qualitätssicherung und Qualitätskontrolle (QA/QC), Chain-of-Custody-Verfahren, Labormethoden zur Probenvorbereitung sowie physikalisch-chemische Charakterisierung von Sedimenten. Ergänzend wurden die Interpretation analytischer Ergebnisse sowie deren Anwendung in der Umweltbewertung und im Schadstoffmonitoring behandelt.
Der zweite Kurstag war praktischen Laborrotationen im CPTO-Gebäude in Ústí nad Labem gewidmet. Die Teilnehmenden arbeiteten an spezialisierten Stationen zu Sedimentanalysetechniken, ökotoxikologischen Tests mit Daphnia magna, der Bestimmung von Metallen und Nährstoffen mittels ICP-MS sowie der Analyse polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoffe (PAK) mithilfe chromatographischer Methoden. Die praktischen Übungen ermöglichten direkte Erfahrungen im Umgang mit Proben, analytischen Arbeitsabläufen, Laborgeräten und der Generierung umweltrelevanter Daten.
Der Kurs endete mit einer Online-Bewertung bestehend aus Gruppenberichten und mündlichen Präsentationen, in deren Rahmen die Teilnehmenden analytische Ergebnisse, Umweltimplikationen und methodische Ansätze diskutierten. Insgesamt stärkte die Aktivität die praktischen Kompetenzen im Bereich Sedimentmonitoring und Umweltanalytik und förderte gleichzeitig die grenzüberschreitende wissenschaftliche Zusammenarbeit sowie den Wissensaustausch zwischen deutschen und tschechischen Studierenden, die zu den zentralen Zielen des IDEAL-Projekts gehören.
Im Rahmen des Projekts IDEAL (Interreg Sachsen–Tschechien 2021–2027) wurde im März 2026 an der TU Dresden erfolgreich der Kurs „C1 – Pharmaceuticals in Wastewater“ durchgeführt. Teilgenommen haben Studierende aus Deutschland und Tschechien aus den Fachrichtungen Hydrologie, Bauingenieurwesen und Hydrobiologie. Der Kurs kombinierte Vorlesungen zu Mikroschadstoffen, Immissionswege von Pharmazeutika in die Umwelt sowie zu europäischen Rechtsrahmen mit praktischer Laborarbeit, einschließlich der Probenaufbereitung von Abwasser, Festphasenextraktion (SPE) und fortgeschrittener Analyse mittels LC-MS. Die Teilnehmenden arbeiteten mit realen Proben aus deutschen und tschechischen Kläranlagen und erhielten praxisnahe Einblicke in die Spurenstoffanalytik und Umweltüberwachung.
Der Kurs folgte einem strukturierten Ablauf von der Theorie über die praktische Anwendung bis hin zur Interpretation der Ergebnisse. Nach intensiven Laborarbeiten und Datenauswertung arbeiteten die Studierenden in Gruppen weiter an der Bewertung der Ergebnisse und der Vorbereitung von Präsentationen, unterstützt durch eine Online-Konsultation. Der Kurs wurde mit Gruppenpräsentationen, Diskussionen zur Effizienz der Kläranlagen und zu Umweltauswirkungen sowie einer abschließenden Evaluation beendet. Insgesamt vermittelte die Bildungseinheit wertvolle praktische Kompetenzen, stärkte die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und leistete einen Beitrag zum Aufbau neuer Skills im Bereich der Wasserqualitätsbewertung – zentrale Ziele des IDEAL-Projekts.
STUDENT WATER CHALLENGE 2026
Innovative Ideen für nachhaltiges Wassermanagement
12. Februar 2026 | Technische Universität Dresden (TUD)
Am 12. Februar 2026 fand an der Technischen Universität Dresden (TUD) die STUDENT WATER CHALLENGE 2026 im Rahmen der Aktivitäten des IDEAL-Projekts statt. Die Veranstaltung brachte Studierende und wissenschaftliche Mitarbeitende von drei Partnerinstitutionen zusammen: der Technischen Universität Dresden, der Jan-Evangelista-Purkyně-Universität in Ústí nad Labem (UJEP) und der Tschechischen Universität für Lebenswissenschaften Prag (CZU).
Das ganztägige Programm versammelte mehrere interdisziplinäre Studierendenteams aller drei Universitäten. Im Laufe des Tages präsentierten die Studierenden innovative Ideen für Lehrveranstaltungen, die sich mit aktuellen Herausforderungen im nachhaltigen Wassermanagement befassen – von technischen und naturbasierten Lösungen bis hin zu politikorientierten und gemeinschaftsgetragenen Ansätzen. Die Vielfalt der Perspektiven spiegelte den interdisziplinären und internationalen Charakter des IDEAL-Konsortiums wider.
Die Veranstaltung wurde von Professorinnen, Professoren und wissenschaftlichen Mitarbeitenden der TUD, UJEP und CZU unterstützt, die sich aktiv an den Diskussionen beteiligten, fachliche Rückmeldungen gaben und die institutionsübergreifende Zusammenarbeit förderten. Die Challenge schuf ein offenes und dynamisches Umfeld, in dem Studierende ihre Ideen erproben, Erfahrungen austauschen und neue berufliche Kontakte über Ländergrenzen hinweg knüpfen konnten.
Über das fachliche Programm hinaus förderte der Tag auch informelles Networking und kulturellen Austausch. Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine geführte Exkursion durch Dresden, die den Teilnehmenden die Möglichkeit bot, Gespräche in entspannter Atmosphäre fortzusetzen und gleichzeitig die Gastgeberstadt kennenzulernen.
Die STUDENT WATER CHALLENGE 2026 verdeutlichte den Mehrwert der Zusammenarbeit im Rahmen des IDEAL-Projekts und zeigte, wie internationale Kooperation sowohl das akademische Lernen als auch die praxisorientierte Problemlösung im Bereich des nachhaltigen Wassermanagements stärkt.
Die Organisatoren einigten sich gemeinsam darauf, die STUDENT WATER CHALLENGE als jährlich stattfindende Veranstaltung im Rahmen des IDEAL-Projekts zu etablieren und damit ihr gemeinsames Engagement für eine langfristige internationale Zusammenarbeit und Innovation im nachhaltigen Wassermanagement zu bekräftigen.
Die Exkursion zur Zentralen Kläranlage in Prag brachte Partner des IDEAL-Projekts sowie Fachkolleginnen und -kollegen aus Sachsen und der Tschechischen Republik zusammen. Die Teilnehmenden besichtigten sowohl die hochmoderne neue Reinigungsstraße als auch die historische ursprüngliche Kläranlage in Prag, die heute als technisches Museum dient. Das von Pražské vodovody a kanalizace, a.s. (der Prager Wassergesellschaft) vorbereitete Programm umfasste fachkundige Führungen, professionelle Übersetzung und einen intensiven technischen Austausch über Abwasserbehandlungsprozesse, die kompakte Bauweise der Anlage und innovative Infrastrukturkonzepte. Zu den Höhepunkten zählten unterirdische Hallen, über hundert Jahre alte Dampfmaschinen, historische Absetzbecken sowie eine kurze Bootsfahrt im Untergrund.
Die Exkursion bot wertvolle Einblicke in die Entwicklung der Prager Abwasserwirtschaft – von ihren industriellen Anfängen bis hin zu modernster, vollständig überdachter Anlagentechnik. Der Tag endete mit einem gemeinsamen böhmischen Abendessen, das den fachlichen Austausch und die Vernetzung aller Projektpartner förderte. Die Veranstaltung stärkte die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im IDEAL-Projekt und bereitete den Boden für weitere Treffen, darunter eine Einladung zur Kläranlage Dresden-Kaditz.
Welttoilettentag
Das IDEAL-Projektteam nahm an den Aktivitäten zum World Toilet Day teil, die von der Jan-Evangelista-Purkyně-Universität in Ústí nad Labem organisiert wurden. Schulklassen wurden durch interaktive Demonstrationen, Quizformate und Experimente, die von Fachleuten der UJEP, der DWA Sachsen/Thüringen und der Severočeské vodovody a kanalizace, a.s. (der Prager Wassergesellschaft) vorbereitet wurden, an die Bedeutung des Trinkwasserschutzes und der Abwasserbehandlung herangeführt. Die Kinder erkundeten praktische Laboraufbauten und ein Modell des Kanalnetzes und erhielten auf spielerische Weise einen praxisnahen Einblick in die Wasserwirtschaft.
Am späten Nachmittag fand an der UJEP eine hybride Podiumsdiskussion statt, bei der Fachleute aus der Wasserbranche ihre Perspektiven zu aktuellen Herausforderungen und Entwicklungen austauschten. Mitglieder des IDEAL-Projektteams beteiligten sich aktiv an der Diskussion und unterstützten die Veranstaltung. Die Aktivitäten stärkten das öffentliche Bewusstsein für Wasser- und Sanitärthemen und unterstrichen die enge Zusammenarbeit der Partner im IDEAL-Projekt.
Woher kommen die Proben eigentlich? 🧪🌊
Im Rahmen unseres Projekts haben wir gezielt Probenahmestellen an drei Grenzflüssen sowie an den zugehörigen Kläranlagen ausgewählt.
Die Auswahl basiert auf einem abgestimmten Probenahmekonzept entlang des Flussverlaufs:
- Oberlauf (Upstream): Referenzstelle ohne erkennbare Schadstoff- oder Abwasserbelastung
- Mittellauf (Middlestream): Unterhalb einer bekannten Verschmutzungsquelle (z. B. kommunaler Kläranlagenablauf) mit ausreichend Abstand zu dieser um eine gute Durchmischung zu screenen
- Unterlauf (Downstream): Kurz vor der Einmündung in die Elbe oder Polenz – zur Beurteilung des Gewässerzustands und zur Identifikation weiterer potenzieller Belastungen
Bei einer Messfahrt am 15.3.2025 wurden die Probenahmestellen anhand der folgenden Kriterien ausgewählt.
Weitere Kriterien für die Auswahl:
- gute Zugänglichkeit,
- ausreichende Wasserführung und
- geeignete Stellen zur Beprobung der Gewässersohle.
Ziel: Ein durchdachter Ansatz für belastbare Ergebnisse! ✅
Im Rahmen des Arbeitspakets 5 des IDEAL-Projekts „Aktueller Status und Harmonisierung von Kläranlagen und Gewässerüberwachungsverfahren“ führte das Team der Umweltfakultät der UJEP eine regelmäßige Probenahmekampagne (Sommersaison) an verschiedenen tschechischen und deutschen Standorten entlang der Elbe/Labe durch. Das Team sammelte Wasser- und Sedimentproben, führte vor Ort Analysen durch und transportierte die Proben zur weiteren Untersuchung in die Labore.
Vor Ort wurden mit einem Multimeter und drei Elektroden Wassertemperatur, pH-Wert, Leitfähigkeit und gelöster Sauerstoff an der Probenahmestelle gemessen. Zusätzlich wurden mit einer 360°-Kamera bzw. eine Drohne Photometrische Abtastungen der Probenahmestellen durchgeführt.
Im Labor werden die Wasserproben auf anorganische (Metalle) und organische (z. B. Pestizide oder Arzneimittel) untersucht. Die Sedimentproben wurden gesplittet. Ein Teil wurde auf enzymatische Aktivitäten untersucht, der andere Teil wurde getrocknet, in Königswasser mikrowellenextrahiert und anschließend auf Metalle analysiert.
Nach der Entnahme werden anorganische (Metalle) und organische (z. B. Pestizide oder Arzneimittel) Analysen an den Wasserproben durchgeführt.
Nach der Entnahme wurde ein Teil der Sedimentproben auf enzymatische Aktivitäten untersucht. Der andere Teil wurde getrocknet, in Königswasser mikrowellenextrahiert und anschließend auf Metalle analysiert.
- Wasserprobenahme und Messung der Wasserparameter im Fluss Kamenice in Hřensko.
- Wasserprobenahme und Messung der Wasserparameter im Fluss Kamenice im Dorf Srbská Kamenice.
- Wasserprobenahme und Messung der Wasserparameter im Fluss Kamenice in der Nähe des Dorfes Kytlice.
- Wasserprobenahme und Messung der Parameter im Bach Vilémovský im Dorf Staré Hraběcí.
- Wasserprobenahme und Messung der Wasserparameter im Fluss Křinice in der Nähe des Dorfes Krásná Lípa.
Mit einem Multimeter und drei Elektroden wurden Wassertemperatur, pH-Wert, Leitfähigkeit und gelöster Sauerstoff vor Ort an der Probenahmestelle gemessen.
- Photogrammetrische Abtastung der Probenahmestelle mit einer 360°-Kamera. (Fluss Křinice, Krásná Lípa). Die Abtastung erfolgt durch Ing. Brétt.
- Photogrammetrische Abtastung der Probenahmestelle mit einer Drohne. (Fluss Kamenice, Dorf Kytlice). Die Abtastung erfolgt durch Ing. Brétt.
- Sedimentprobenahme aus der Sebnitz in der Nähe des Dorfes Altendorf in Sachsen, Deutschland.
- Sedimentprobenahme aus den Flüssen Kamenice, Křinice und Sebnitz.
Wasser- und Sedimentanalyse: Nach der Entnahme werden anorganische (Metalle) und organische (z. B. Pestizide oder Arzneimittel) Analysen an den Wasserproben durchgeführt. Nach der Entnahme wurde ein Teil der Sedimentproben auf enzymatische Aktivitäten untersucht. Der andere Teil wurde getrocknet, in Königswasser mikrowellenextrahiert und anschließend auf Metalle analysiert.
Projektmeeting des Projekts an der Tschechischen Universität für Lebenswissenschaften (CZU) in Prag
Am 11. Juni 2025 fand das erste offizielle Projekttreffen an der Tschechischen Universität für Lebenswissenschaften (CZU) in Prag statt. Anwesend waren Vertreterinnen und Vertreter der Jan-Evangelista-Purkyně-Universität Ústí nad Labem (UJEP), der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA), der Tschechischen Wasserwirtschaftsvereinigung (CZWA) sowie der Siedlungswasserwirtschaft (SWW), des Instituts für Hydrobiologie (IHB) und des Bereichs Klinische Pharmakologie (KPH) der TU Dresden.
Im Rahmen der Veranstaltung präsentierten die Projektpartner erste Arbeitsstände und Zwischenergebnisse – ein gelungener Auftakt für die weitere Zusammenarbeit im Projekt.
Während der Mittagspause wurde den Teilnehmenden ein abwechslungsreiches und gesundes Buffet geboten – ein herzlicher Dank gilt den Gastgebern für die hervorragende Organisation und Verpflegung.
Die ursprünglich geplante Laborführung konnte aus zeitlichen Gründen leider nicht durchgeführt werden. Stattdessen wurde den Teilnehmenden eine Führung durch innovative wassertechnische Anlagen auf dem Universitätscampus geboten. Vorgestellt wurden unter anderem Wetland-Systeme zur natürlichen Wasserreinigung, begrünte Dach- und Fassadenflächen sowie eine technische Lösung zur Nutzung von aufbereitetem Wasser für die Toilettenspülung. Diese Anlagen zeigen eindrucksvoll das Potenzial integrierter Konzepte zur nachhaltigen Wasserwiederverwertung.
Das Projekttreffen bot eine wertvolle Gelegenheit zum fachlichen Austausch, zur Vernetzung und zur weiteren Abstimmung gemeinsamer Arbeitsschritte. Wir danken allen Beteiligten für ihren Beitrag und freuen uns auf die kommenden Projekttreffen und die weitere Zusammenarbeit.
Erstes Monitoring kleiner Fließgewässer und Kläranlagen im sächsisch-tschechischen Grenzgebiet
Am 11. Juni 2025 startete die erste umfassende Monitoring-Kampagne im Rahmen des Projekts um 7:30 Uhr am Institut für Hydrobiologie (IHB) der TU Dresden. Ziel war die Beprobung von drei kleineren Grenzgewässern zwischen Sachsen und Tschechien – Sebnitz, Kirnitzsch und Kamenice – jeweils an drei Standorten: im Quellbereich (upstream), im Mittellauf (middlestream) sowie in unmittelbarer Nähe zur Mündung in die Elbe (downstream).
Ergänzend zu den Fließgewässern wurden auch drei Ausläufe aus kommunalen Kläranlagen untersucht. An der Sebnitz konnten zwei Ausläufe sowie ein Zufluss beprobt werden, an der Kirnitzsch erfolgte die Probenahme am Auslauf der Kläranlage Krásná Lípa.
Trotz vereinzelter geringer Durchflüsse – insbesondere in den oberen Abschnitten der Kirnitzsch und Kamenice – konnten an allen geplanten Fließgewässer Probenahmestellen qualifizierte Stichproben entnommen werden. Die Ausläufe der Kläranlagen in Krásná Lípa und Sebnitz konnten als Stichprobe entnommen werden. Die Wetterbedingungen waren durchweg günstig, sodass die Beprobung planmäßig und erfolgreich durchgeführt werden konnte.
Den Abschluss des intensiven Messtags bildete die Probenahme an der Mündung der Kamenice gegen 19 Uhr. Im Anschluss ließen die Teilnehmenden den Tag bei einer gemeinsamen Stärkung in einer nahegelegenen Gaststätte ausklingen.
Ein besonderer Dank gilt Dr. Dirk Jungmann für die logistische Unterstützung und sichere Durchführung der Fahrten. Ebenso freuen wir uns über die aktive Teilnahme eines Studierenden des Bereichs Pharmakologie (KHP) sowie die internationale Verstärkung durch Petri Oberholster aus Südafrika.
Die durchgeführten Probenahmen liefern wertvolle Datengrundlagen zur Wasserqualität und tragen entscheidend zum Verständnis der hydrologischen Gegebenheiten im Untersuchungsgebiet bei. Weitere Monitoring-Einsätze sind bereits in Planung.
Treffen der IDEAL-Projektteams in Ústí nad Labem
Die Fakultät für Umwelt der UJEP in Ústí nad Labem veranstaltete Anfang November ein weiteres Arbeitstreffen des IDEAL-Projekts – Importance of water eDucation in EuropeAn elbe/Labe region. Vertreter aller Partnerinstitutionen diskutierten den Fortschritt der einzelnen Arbeitspakete, das aktuelle Design der Projektwebseite und den geplanten Zeitplan für den Student*innenwettbewerb.
Teil des Programms war auch eine Besichtigung des UJEP-Campus, der zu den modernsten seiner Art in Tschechien gehört und bereits nachhaltige Maßnahmen, wie z. B. das Regenwassermanagement, umsetzt. Dieses System soll in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden.
Monitoring TU Dresden im Grenzgebiet Sächsische- Böhmische Schweiz
19.08.2025 – 19.08.2025
Ort: Grenzgebiet Sächsische Böhmische Schweiz
Veranstaltungsart: Projekt-Veranstaltung
Am 19. August 2025 führte das Team der TU Dresden im Rahmen des Interreg-Projekts eine zweite Probenahme im Grenzgebiet zwischen der Sächsischen Schweiz und der Böhmischen Schweiz durch. Die Aktion begann um 7 Uhr morgens in Drudebau in Dresden. Untersucht wurden drei Flüsse im Grenzgebiet – Kirnitzsch, Kamenice und Sebnitz – sowie vier Kläranlagen: Sebnitz, Vilémov, Krásná Lípa und Česká Kamenice.
Dieses Mal wurde die Probenahme von zwei Studentinnen der TU Dresden begleitet, die im Rahmen ihrer Master- bzw. Bachelorarbeit Untersuchungen zu endokrin wirksamen Substanzen und zur Herbizidtoxizität durchführen. Darüber hinaus erhielten wir wertvolle Unterstützung von unserem tschechischen Kollegen, der uns die vier Kläranlagen vorstellte und den Zugang zu den Standorten ermöglichte.
Nach einem erfolgreichen Einsatztag konnten sämtliche Proben gegen 18 Uhr in den Instituten der TU Dresden verteilt und für die weiteren Analysen vorbereitet werden.
Teilnahme am Magdeburger Seminar zum Gewässerschutz 2025
Karim Al Souki von der Jan-Evangelista-Purkyně-Universität in Ústí nad Labem und Jakob Benisch von der Technischen Universität Dresden nahmen Anfang Oktober am Magdeburger Seminar zum Gewässerschutz 2025 teil, das in Magdeburg, Deutschland, stattfand.
Beide Vertreter präsentierten das Projekt IDEAL während der Postersession, in der sie dessen Ziele und Bedeutung für die deutsch-tschechische Region vorstellten. Die Teilnehmenden der Veranstaltung hatten so die Möglichkeit, die wichtigsten Ergebnisse des Projekts sowie geplante Aktivitäten kennenzulernen.
Im Rahmen ihrer Präsentation verteilten sie zudem Informationsflyer, die auf kommende Möglichkeiten für Studierende und Fachleute hinwiesen. Neben der Postersession hatten Karim Al Souki und Jakob Benisch auch die Gelegenheit, sich mit Kolleginnen und Kollegen aus dem wissenschaftlichen Bereich auszutauschen und mögliche zukünftige Kooperationen zu besprechen.
Probenahmen im Einzugsgebiet des Flusses Kamenice im Rahmen des Projekts IDEAL
Forschende und Technikerinnen und Techniker der Fakultät für Umweltwissenschaften der Jan-Evangelista-Purkyně-Universität (FŽP UJEP) führten Wasser- und Sedimentprobenahmen an mehreren Standorten im Einzugsgebiet der Flüsse Kamenice, Křinice, Sebnitz und des Vilémovský-Bachs durch.
Im Gelände wurden die grundlegenden physikalisch-chemischen Parameter des Wassers – Temperatur, pH-Wert, Leitfähigkeit und gelöster Sauerstoff – mithilfe eines Multimeters und drei Elektroden direkt an der Entnahmestelle gemessen.
Ein weiterer Bestandteil der Feldarbeiten war das Mapping der Probenahmestellen mithilfe einer 360°-Kamera und einer Drohne, um die Umgebung detailliert zu dokumentieren und die gemessenen Profile präzise zu lokalisieren.
Die entnommenen Proben werden anschließend in den Laboratorien der FŽP UJEP analysiert.
Bei den Wasserproben wird das Vorhandensein anorganischer Elemente (insbesondere Metalle) sowie organischer Stoffe wie Pestizide oder Arzneimittelrückstände untersucht.
Die Sedimentproben werden nach dem Trocknen einer Mikrowellenextraktion in Königswasser unterzogen und anschließend auf ihren Metallgehalt analysiert.